„Handicap macht Schule“ ist ein Projekt des Württembergischen Behinderten-und Rehabilitations-Sportverbandes, WBRS, um Erfahrungen im Rollstuhlbasketball zu machen. Dieses Angebot nahmen die Lehrkräfte der Primarstufe für die Viertklässlerinnen jetzt zum zweiten Mal an. Am vergangenen Montag kamen Werner Rieger und Marie Schüler vom WBRS mit Rollstühlen in die Sporthalle. Herr Rieger, selbst unfallbedingt auf den Rollstuhl angewiesen, erklärte zuerst wichtige Informationen zum Umgang mit dem Rollstuhl: wie ein Rollstuhl für Rollstuhlbasketball konstruiert ist und was die Kinder im Umgang mit dem Rollstuhl zu beachten haben, die Handhaltung und Fußstellung im Rollstuhl, um Verletzungen zu vermeiden. Dann ging’s los mit den Übungen im Rollstuhl, immer paarweise im Wechsel, zunächst vorwärtsfahren im Slalom um Hütchen, rückwärtsfahren, Ball passen und Korbwürfe. Dabei stellte sich heraus, wie schwierig das Rückwärtsfahren ist, und mit wie viel Kraft man den Basketball hochwerfen muss, um in den Korb zu treffen. Abschließend wurde in zwei Durchgängen gespielt. Die Freude war bei den Schülern und Schülerinnen groß, wenn ein Ball im Korb landete und Punkte gelangen.

Ein weiteres Thema war Rücksicht und Hilfsbereitschaft, um die Kinder für Rollstuhlfahrer-innen zu sensibilisieren: nicht die Sicht zu versperren, nicht Rampen oder Behinderten-Parkplätze zu blockieren. Rollstuhlbasketball war ein Erlebnis, das die Kinder in diesem Projekt erfahren konnten. Wie fühlt es sich an, wenn man nicht mehr aufstehen und gehen könnte, sondern im Rollstuhl sitzen müsste. Werner Riegers Motto, der trotz seiner Behinderung aktiver Sportler im Rollstuhlbasketball und Handbike ist: „Nicht gleich aufgeben, wenn es im Leben mal nicht so rund läuft.“

Die Schüler und Schülerinnen haben erfahren, wie man trotz einer Gehbehinderung sportlich aktiv sein kann und Lebensfreude haben kann. Als Referent setzt sich Werner Rieger für Inklusion und den Behindertensport ein. Dies gab Herr Rieger den Schülern und Schülerinnen mit auf den Weg: Seid mutig! Bietet Menschen mit und ohne Behinderung eure Hilfe an. Sprecht nicht nur über Inklusion – lebt sie!
Die EKS bedankt sich beim WBRS, Herrn Rieger und Frau Schüler.